Wie wollen wir uns ernähren? Wissen wir überhaupt, was wir essen? Wie können wir die Ernährungswende vor Ort unterstützen und dabei Müllberge reduzieren?

Angetrieben durch diese Fragen gründete sich 2019 der Verein Hamsterbacke, die Resonanz war überwältigend. Das machte Mut, und ein Jahr später öffnete der Laden am Hohenzollernring – ursprünglich war alles kleiner geplant.

Mittlerweile bestehen wir aus über 600 Mitgliedern und ca. 20 ehrenamtlichen Personen und einer Handvoll Angestellten, die ihre Zeit für die Ernährungswende einsetzen. Der Laden ist Leuchtturm-Projekt und “Mittel zum Zweck”: wie könnte man besser zeigen, dass Ernährungswende und Müllvermeidung möglich sind, und sie (er-)lebbar zu machen? Konkret heißt das: wir wollen regionale, nachhaltige, gesunde Lebensmittel mit möglichst wenig Verpackung anbieten. Dabei ist es uns wichtig, den Bezug zu den Lebensmitteln zu verstehen und im Idealfall die Erzeuger*innen direkt kennenzulernen.

Neben dem Ladenbetrieb finden auch zahlreiche andere Vereinsaktivitäten wie Hofbesuche, Workshops, Feste, Verköstigungen und ganz viel Bildungsarbeit statt.

Mehr zu unseren Arbeitskreisen findest du im Abschnitt Arbeitskreise und Vorstand

Informationen über das Projekt

Die Inititiativgruppe Hamsterbacke hat sich zum Ziel gesetzt, die Versorgung mit regionalen, unverpackten und ökologisch produzierten Lebensmitteln zu stärken. Als Erzeuger-Verbrauchergemeinschaft bieten wir eine Alternative zu:

  • einer Lebensmittelproduktion, in der weite Transportwege vorherrschen und zu der wir als Verbraucher zunehmend den Bezug verloren haben,
  • mangelnder Transparenz bezüglich Lebensmittelherkunft, Verarbeitungs- und Vermarktungswegen,
  • der konzentrierten Marktmacht einiger weniger Konzerne,
  • Produktionsmethoden und Anbauweisen, deren negative Auswirkungen auf die Umwelt immer sichtbarer werden, sowie
  • Verpackungsabfall und Lebensmittelverschwendung.

Unser Konzept beinhaltet eine kooperative Finanzierung des Ladens. Unsere Vision beinhaltet eine enge Zusammenarbeit mit den ErzeugerInnen und eine stetige Ausweitung des Produktangebots.

In einem Laden in Bayreuth wollen wir eine Lebensmittelversorgung der Zukunft erproben, die den folgenden Kriterien möglichst gerecht wird:

Unverpackt

Wir wollen ein Zeichen setzen gegen die Alternativlosigkeit von zunehmend aufwändig verpackten Lebensmitteln. Wir wollen es auch in Bayreuth selbstverständlich machen, möglichst unverpackt einkaufen zu können.

Regional

Wir wollen eine Lebensmittelversorgung jenseits von industrieller Landwirtschaft und langen Transportwegen, um den Bezug zu dem zurückzubekommen, was wir essen. Dazu stärken wir die Vielfalt regionaler Produzenten und Produkte mit dem Ziel, nachhaltige und zukunftsfähige Strukturen aufzubauen.

Kooperativ

Wir wollen ein Netzwerk aufbauen, in dem ErzeugerInnen und VerbraucherInnen gemeinsam Verantwortung für die Lebensmittelversorgung übernehmen. Die Mitglieder sind Miteigentümer des Ladens und können an allen Entscheidungen teilhaben. Wir sind nicht gewinnorientiert; alle Einnahmen sollen nur die laufenden Kosten decken. Darin unterscheiden wir uns von einem herkömmlichen Bioladen.

Ökologisch

Wir wollen Landwirte darin unterstützen, eine Landwirtschaft zu praktizieren, die Vielfalt fördert, Ressourcen schont und aufbaut, natürliche Kreisläufe integriert und mit der Natur, statt gegen sie, arbeitet. Wir wollen ein Beispiel dafür sein, dass es nachhaltige Alternativen zur aktuell vorherrschenden Nahrungsmittelversorgung, die weder sozial noch ökologisch zukunftsfähig ist, gibt.